Bild oben: Auch in einem Processing Programm sind grafische Benutzeroberflächen möglich: Ein Datalogger mit Arduino (siehe "Grafikbefehle").

 

 

Beispielprogramm: Grafische Benutzeroberfläche

 

Grafikbefehle 

 

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Allgemeines zu Processing

 

Ich bin durch Zufall auf diese leider wenig verbreitete Programmiersprache gestoßen, als ich begann, mich mit dem Arduino zu beschäftigen. Auf Grund ihrer extrem schnellen Grafik und der relativ einfachen Syntax erscheint mir diese Programmiersprache besonders gut geeignet, wenn es darum geht, die Ergebnisse von Berechnungen möglichst schnell grafisch darzustellen. Ich kann keine genauen Zahlen nennen, aber Vergleiche haben gezeigt, dass Processing eine Grafik auf dem Bildschirm unter Umständen mehrere hundert Mal (!!!) schneller aufbaut als Visual Basic.

 

Der Nachteil: Processing besitzt im Gegensatz zu Visual Basic keine Möglichkeit zum einfachen Erstellen einer grafischen Benutzeroberfläche. Das bedeutet: Alle Buttons, Textboxen und andere Objekte einer grafischen Oberfläche müssen "von Hand" programmiert werden. Dies ist jedoch kein allzu großes Hindernis, wenn man erst einmal verstanden hat, wie die Sache funktioniert. Die elementaren Grafikbefehle von Processing sind zum Glück sehr einfach - einfacher als bei VB. Es ist mir sogar gelungen, ein Programm in VB zu schreiben, mit dem man ein anderes Programm mit grafischer Benutzeroberfläche in Processing sehr einfach programmieren kann und das ich zu einem späteren Zeitpunkt hier vorstellen möchte. Doch als erstes Beispiel möchte ich ein Demo-Processing-Programm vorstellen, das mehrere Buttons zum Anklicken enthält. Je nach Button erscheinen dabei Texte oder grafische Objekte auf dem Bildschirm (Siehe unten stehende Liste der Beispielprogramme).

 

 

Wie bekomme ich Processing auf meinen Computer?

 

Der Downlod von Processing ist kostenlos. Es steht Ihnen jedoch frei, eine freiwillige Spende zu entrichten. Gehen Sie auf die Seite

https://processing.org/download/

und folgen Sie den Anweisungen. Sie können die heruntergeladenen Software (eine verschachtelte Kombination von Verzeichnissen) an jedem beliebigen Ort Ihrer Festplatte speichern, zum Beispiel unter:

 

C:\Processing\Processing_2_2_1\processing-2.2.1-windows64\processing-2.2.1

 

Im untersten Verzeichnis finden Sie die durch ein Icon gekennzeichnete Processing Anwendungsdatei. Beim ersten Mal wird Processing über diese Datei gestartet. Nach dem Start erscheint der leere Editor, in den Sie einen Code schreiben oder kopieren können.

Nach einem Klick auf das Pfeilsymbol am oberen linken Rand des Editors wird das Programm gestartet.

 

Sie können ein lauffähiges Programm an jeder beliebigen Stelle Ihres Computers speichern. Dafür müssen jedoch zwei Bedingungen erfüllt sein:

Das Processing-Programm (erkennbar am Icon mit dem Buchstaben "P") muss sich in einem Ordner befinden, der den selben Namen wie das Programm besitzt. Alle vom Programm verwendeten Ressourcen, zum Beispiel eingebettete Grafiken, müssen sich ebenfalls in diesem Verzeichnis befinden, wenn es im Code nicht anders angegeben ist. Ist im Code kein Pfad angegeben, so werden diese Dateien automatisch im betreffenden Verzeichnis gesucht.

 

Erstellen einer neuen Datei:

Ich habe mir zur Angewohnheit gemacht, neue Programme aus alten weiter zu entwickeln und greife dabei teilweise auf bereits vorhandenen, immer wiederkehrenden Code zurück. Dazu kopiere ich eines der oben genannten Verzeichnisse an eine andere Stelle und benenne dieses und die darin enthaltene, mit kopierte Datei so um, dass Verzeichnis und Datei einen anderen (aber wieder denselben) Namen haben.

 

Beispiel: Altes Verzeichnis: Test_1. Darin enthaltene Processing-Datei (Quellcode): Test_1

Nach dem Kopieren und Umbenennen heißt das neue Verzeichnis Test_2. Die darin enthaltene Processing-Datei enthält ebenfalls den Namen: Test_2.